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Pseudomonas aeruginosa in Wasserzählern 01.12.2014 14:31

Möglicherweise haben Sie in den Medien verfolgt, dass in den vergangenen Monaten bei Untersuchungen fabrikneuer Wasserzähler bundesweit Fälle von Verunreinigungen mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen wurden.
  1. Womit haben wir es da zu tun, und wie ist die Situation gesundheitlich zu bewerten?
  2. Was bedeutet die Anwesenheit des Keims für die Gesundheit?
  3. Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
  4. Wie geht es weiter?

Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe und die ergriffenen Maßnahmen auf Seiten der Wasserversorger!
  1. Pseudomonas aeruginosa in Wasserzählern
Verfasser: Dr. Hark Ketelsen, Wasserbeschaffungsverband Föhr, 01.12.2014

Anhörung WRRL
Stellungnahme der KOWASH gemäß § 132 Abs. 4 Landeswassergesetz
30.06.2014 08:43

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) schreibt für alle Einzugsgebiete bzw. Flussgebietseinheiten (FGE) die Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen vor, die im Abstand von jeweils 6 Jahren zu überprüfen und zu aktualisieren sind. Im Zuge der Überprüfung werden die festgestellten wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen veröffentlicht und allen Interessenten zwecks Stellungnahme zugänglich gemacht. Die nachfolgende Stellungnahme bezieht sich auf das Anhörungsverfahren zur EG-WRRL in den FGE Eider, Elbe und Schlei-Trave. Fokussiert wird der Schutz des Grundwassers vor Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft, da laut chemischer Bestandsaufnahme 50 % des Grundwassers in Schleswig-Holstein in der Zielerreichung – bezogen auf die Qualitätsstandards der EG-WRRL – als gefährdet einzustufen ist.

Weitere Informationen als PDF-Datei:
  1. Stellungnahme der KOWASH zum Bewirtschaftungsplan der EG-WRRL (Anhörung WRRL) vom 20.06.2014
Verfasser: Dr. Hark Ketelsen, Wasserbeschaffungsverband Föhr, 20.06.2014

Trinkwasserschutz bei Wasserentnahme über Hydranten durch die Feuerwehren 17.04.2014 14:55

Die örtlichen Feuerwehren nutzen die Hydranten der Trinkwasserversorgungsleitungen für die Löschwasserversorgung. Hierbei ist es in der Vergangenheit  wiederholt zu hygienischen Verunreinigungen des Trinkwassers, aber auch zu Rohrbrüchen an den Trinkwasserleitungen gekommen. Als Ursache für die hygienischen Probleme wurden Standrohre mit fehlender Absicherung gegen rückfließendes Wasser in Verbindung mit einer Fehlbedienung des Standrohrnutzers festgestellt. Der technische Regelsetzer hat hierauf reagiert und die Technische Regel DVGW – W 408 „Anschluss von Entnahmevorrichtungen an Hydranten in Trinkwasserverteilungsanlagen“ herausgegeben. Hierin ist klar geregelt, dass die für den Bereich der Löschwasserversorgung genutzten Standrohre bzw. die danach folgenden Geräte und Einrichtungen so beschaffen sein müssen, dass auch bei Fehlbedienung ein Rücksaugen/-drücken/-fließen von Löschwasser/-mitteln in das Trinkwasserrohrnetz ausgeschlossen ist. Anlagen zur Vermischung mit anderen, der Brandbekämpfung dienenden Stoffen (z.B. Schaum) dürfen keine unmittelbare Verbindung mit dem Hydrantenanschluss an die Trinkwasserverteilungsanlage haben. Die angeschlossenen Anlagen und Geräte müssen eigensicher sein oder über einen freien Auslauf (Typ AA oder AB) gemäß DIN EN 1717 verfügen.

Die Industrie bietet seit kurzem technische Lösungen an, die eine deutliche Verbesserung des Trinkwasserschutzes darstellen, ohne jedoch die Forderung aus dem o.g. Regelwerk zu 100 % zu erfüllen. Hierzu gehören zum Beispiel das Hydrantenstandrohr mit Rückflussverhinderer und Rohrbelüfter, das Sammelstück mit Rückschlagklappen und Rohrbelüfter sowie der Rückflussverhinderer mit Rohrbelüfter für die Montage im Schlauchsystem.

Ursache für Rohrbrüche sind meistens unzulässige Druckstöße, die durch zu schnell schließende Armaturen oder aber durch Unterdruck (Saugen) zurückzuführen sind.

Im Sinne einer sicheren Trinkwasserversorgung für unsere Bürger fordern wir daher die Feuerwehren in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern auf, sich auch im eigenen Interesse mit der Thematik des Trinkwasserschutzes bei der Wasserentnahme aus Hydranten zu beschäftigen, die Feuerwehrkameraden entsprechend schulen zu lassen und einen Mindestschutz für das Trinkwasser bei den technischen Geräten einzuführen.  

Weitere Informationen erhalten Sie über den nachfolgenden Link der Landesfeuerwehrschule bzw. Ihren Wasserversorger.

http://www.lfs-sh.de/Content/Aktuelles/Dokumente/Infotage/LoeschwasserversorgungFeuerwehr.pdf

Förderung von Erdgas- und Erdöl anhand unkonventioneller Verfahren 31.05.2013 09:46

Die geplante Suche nach Erdgas- und Erdölvorkommen in Schleswig-Holstein und deren Förderung anhand unkonventioneller Verfahren (Stichworte: Fracking, EOR, CCS) werden landesweit sehr kontrovers diskutiert. Beim Fracking beispielsweise wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in Erdgas-Speichergesteine (z.B. Schieferton) gepresst, um diese aufzusprengen. Das Erdgas entweicht über die entstehenden Risse im Gestein und kann gefördert werden. Risiken für das Grundwasser bestehen dabei durch die eingesetzten Chemikalien, durch rückzuführende Lagerstättenwässer (Versickerung von Flowback-Wässern), Betriebsstörungen und Leckagen an Leitungen. Aufgrund dieser Risiken lehnt die KOWA SH die Förderung von Erdgas- und Erdölvorkommen in Schleswig-Holstein anhand unkonventioneller Verfahren ab. Einzelheiten können der folgenden Stellungnahme entnommen werden.

Verfasser:

Ernst Kern, Wasserverband Nord
Michael Schoop, Wasserverband Norderdithmarschen
Heiko Thede, Zweckverband Wasserversorgung Drei Harden

Stellungnahme KOWASH zur unkonv. Foerderung v. Kohlenwasserstoffen in SH

Termin der Veröffentlichung: 30.05.2013

Geplante Förderung von Erdgas und Erdöl anhand des EOR-Verfahrens 07.12.2012 11:31

Das dänische Energieministerium Energistyrelsen möchte den Einsatz hoch verdichteter, flüssiger CO2 zulassen, um in ihrer Ergiebigkeit nachlassende Erdölfelder weiter ausbeuten zu können (enhanced oil recovery, eor = verbesserte Ölgewinnung). Bei dem EOR-Verfahren wird die Viskosität (Zähigkeit) des in Sanden eingelagerten Öls stark herabgesetzt. Das CO2 wird zusammen mit dem mobilisierten Öl wieder zutage gefördert.

Die KOWA SH steht diesem Vorhaben kritisch gegenüber. Die Position in Bezug auf das EOR-Verfahren kann dem nachfolgenden Dokument entnommen werden.

Standpunkt der KOWA SH zur Freigabe von fast ausgeförderten Erdgas- und Erdöllagerstätten für CO2-Speicherzwecke

Verfasser: Ernst Kern, Wasserverband Nord, 07.12.2012

Information zur Trinkwasser-Installation – Zurückziehung der DIN 1988 17.07.2012 09:04

Die Vorgänger der DIN 1988 gab es bereits seit 1930 unter der Bezeichnung „Technische Vorschriften für den Bau von Wasserversorgungsanlagen für Grundstücke“. Im Dezember 1988 erschien die DIN 1988 erstmals mit ihren Teilen 1-8 als Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen (TRWI) – Technische Regel des DVGW. Viele Jahrzehnte hatte sich das Regelwerk mittlerweile im deutschen Sanitärhandwerk bewährt.

Im Zuge der Regelwerks-Harmonisierung in der Europäischen Union erschienen dann im Mai 2001 mit der DIN EN 1717 und im Dezember 2001 mit der DIN EN 806 Teil 1 die ersten Europäischen Normungsansätze zur Trinkwasser-Installation. Ihr sollten bis zum April 2012 vier weitere Teile folgen. Damit waren die Normungsarbeiten zur DIN EN 806 mit den Teilen 1-5 abgeschlossen.

Während dieser Zeit zeigte sich in den Fachkreisen, dass der Bedarf an einer nationalen Ergänzungsnorm zur EN 806-Reihe ungebrochen groß war. In diesem Zusammenhang wurde die 100-er-Reihe der DIN 1988 vom DIN unter Zusammenwirken von ZVSHK und DVGW weiter entwickelt. Im Mai 2012 wurden mit der DIN 1988-200 und -300 die letzten Teile der nationalen Ergänzungsnorm veröffentlicht.

Somit stehen nunmehr den Fachkreisen in Deutschland die beiden Regelwerksreihen der Europäischen Normung (DIN EN 806 / DIN EN 1717) und der nationalen Ergänzungsnorm DIN 1988 Teile 100, 200, 300, 500, 600 zur Verfügung.

Der alte Teil 4 der DIN 1988, der sich mit dem Schutz des Trinkwassers beschäftigt, ist auf Europäischer Ebene in die DIN EN 1717 (aktuelle Ausgabe von August 2011) eingegangen, auf nationaler Ebene heute in der DIN 1988-100 zu finden, sodass es den Teil 1988-400 nicht gibt.

Mit der Vollendung und Veröffentlichung der Europäischen Normung und der nationalen Ergänzungsreihe ist somit die alte DIN 1988 zurückgezogen und nicht mehr als allgemein anerkannte Regel der Technik anzuwenden.

Verfasser: Michael Schoop, Wasserverband Norderdithmarschen, 05.06.2012

Legionellen-Info 23.04.2012 11:39

Neuregelung für Legionellen tritt am 1. November 2011 in Kraft

Mit der Novelle der Trinkwasserverordnung (TrinkwV [1]) wurde die Pflicht zur Untersuchung des Trinkwassers in Gebäuden auf Legionellen erweitert.

Nunmehr müssen gem. § 14 Abs. 3 TrinkwV alle Betreiber von Trinkwasser-Installationen, auf die nachfolgende Merkmale zutreffen, Ihr Trinkwasser an repräsentativen Probenahmestellen (siehe Anhang) auf das Vorhandensein von Legionellen untersuchen lassen:

  • Trinkwasserabgabe im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit und
  • Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik [2] und
  • es müssen Duschen oder andere Einrichtungen vorhanden sein, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt

Damit müssen auch Trinkwasser-Installationen in gewerblich genutzten Gebäuden, also auch in Mietshäusern, auf Legionellen untersucht und dem Gesundheitsamt angezeigt werden. Bisher galt diese Regelung nur für Gebäude, in denen Wasser an die Öffentlichkeit abgegeben wird. Weiterhin ausgenommen von dieser Regelung bleiben generell Eigenheime wie Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die Verordnung führt zudem für Legionellen erstmals einen so genannten „technischen Maßnahmenwert“ ein. Er liegt bei 100 „koloniebildenden Einheiten“ in 100 Milliliter Wasser. Wird dieser Wert erreicht oder überschritten, kann das Gesundheitsamt den Anlagenbetreiber dazu verpflichten, eine Gefährdungsanalyse zu erstellen, die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik zu überprüfen und die Ursache der Belastung zu ermitteln und zu beheben.

Legionellen können schwere, teils tödliche Lungenentzündungen sowie das grippeähnliche Pontiac-Fieber hervorrufen. Sie sind nicht von Mensch zu Mensch ansteckend, sondern gelangen durch das Einatmen von Aerosolen in den Körper. Gefährliche Legionellenmengen können im warmen Wasser entstehen, wenn zum Beispiel durch Baufehler in den Anlagen die erforderlichen Temperaturen (Kaltwasser < 25 und Warmwasser > 55 °C) nicht eingehalten werden. So können auch stillgelegte und regelwidrig nicht abgetrennte Stränge in der Trinkwasserleitung das Legionellenwachstum fördern, weil hier das Wasser stagniert.

Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts erkranken jedes Jahr mindestens 20.000 - 32.000 Menschen in Deutschland an ambulant erworbenen Lungenentzündungen, die durch Legionellen hervorgerufen werden; bis 15% der Fälle enden tödlich. Hinzu kommt die 10- bis 100-fache Anzahl an Erkrankungen am Pontiac-Fieber, das einen milderen Verlauf hat und auch durch Legionellen verursacht wird.

Zur Vermeidung eines massiven Legionellenwachstums in der Trinkwasser-Installation sollten folgende Grundregeln eingehalten werden:

  • Vermeidung von Stagnationsbereichen; hier ist eine Erwärmung/Abkühlung des Trinkwassers auf Umgebungstemperatur zwangsläufig, was ein mikrobiologisches Wachstum fördern kann
  • Einhalten der Temperaturanforderungen: für Kaltwasser < 25°C, für Warmwasser > 55°C
  • Verwendung von für den Einsatz in der Trinkwasserversorgung geprüften und zertifizierten Materialien und Anlagenteilen (z.B. DVGW Prüfzeichen)
Hinweis

Eine permanente, prophylaktische, chemische/elektrochemische Desinfektion von Trinkwasser in Trinkwasser-Installationen, die nach den Regeln der Technik errichtet und betrieben werden, ist weder notwendig noch sinnvoll und verstößt gegen das Gebot zur Minimierung chemischer Stoffe im Trinkwasser gemäß § 6 Abs. 3 TrinkwV [3].

Verfasser: Michael Schoop, Wasserverband Norderdithmarschen, 23.04.2012

Weitere Informationen finden Sie unter:

Anhang

Probenahmeschema gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 551 und Empfehlung des Umweltbundesamtes[4]
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  1. Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 3. Mai 2011
  2. vgl.: Dr. Karin Gerhardy, Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 und die 3-Liter-Regel, energie I wasser-praxis 2/2012, S. 42 ff.
  3. vgl.: twin Nr. 05, Information des DVGW zur Trinkwasser-Installation, Stand April 2009
  4. Empfehlung des Umweltbundesamtes; Periodische Untersuchung auf Legionellen in zentralen Erwärmungsanlagen der Hausinstallation nach §3 Nr.2 Buchstabe c TrinkwV 2001, aus denen Wasser für die Öffentlichkeit bereit gestellt wird, Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2005 · 49:697–700

 

Das Schwermetall Uran im Trinkwasser 18.04.2012 13:42

Allgemeines:

Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen. Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich.

Im Amazonas findet man Werte von 0,03 µg/l, im Ganges 3,9 µg/l. Deutsche Flüsse weisen in der Regel Urankonzentrationen zwischen 1 und 3 µg/l auf (http:\\www.geo.tu-freiberg.de /~merkel/uran_index.htm).

Im Wasser ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung (Giftigkeit) und der radiotoxischen Wirkung (schädliche Strahlung durch radioaktiven Zerfall) des Urans zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität als die chemische Toxizität von Bedeutung. Das heißt, dass die mögliche Schädlichkeit von Uran nicht von seiner radioaktiven Strahlung ausgeht, sondern von seiner Giftigkeit für den menschlichen Organismus.

Im Hinblick auf Uran im Trinkwasser gab es bis 2011 nur Orientierungswerte:

bis 15 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Weltgesundheitsorganisation (WHO)
bis 10 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Umweltbundesamt (UBA)
bis 2 µg/l = zulässig für „Säuglingsnahrung“, die als solche beworben wird

Ab 01.11.2011 wurde in die Deutsche Trinkwasserverordnung ein Grenzwert für Uran im Trinkwasser aufgenommen. Er beträgt 10 µg/l.

Situation in Schleswig-Holstein:

Das zuständige Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein hat in einer repräsentativen Studie in 2008 insgesamt 375 Trinkwasserversorgungsanlagen auf Uran untersucht. In seiner zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse der „Untersuchung zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser“ stellt das Landesamt folgendes fest:

„Die gemessenen Werte liegen alle unter dem derzeitigen Leitwert von 10 µg/l. Der Leitwert von 10 μg/l wird für alle Bevölkerungsgruppen, einschließlich nicht gestillter Säuglinge, auf toxikologisch-epidemiologischer Grundlage als gesundheitlich sicher betrachtet. Somit ergibt sich entsprechend den derzeit aktuellen toxikologischen Bewertungen des Urans für keine der beprobten Wasserversorgungsanlagen ein Handlungsbedarf.“

Situation bei den KOWA SH - Mitgliedern:

WBV Eiderstedt < 0,01 µg/l
ZV Wasserversorgung Drei Harden 0,02 µg/l
WV Krempermarsch 0,03 µg/l
WBV Mittleres Störgebiet < 0,01 µg/l
WV Nord < 0,01 µg/l
WV Norderdithmarschen 0,01 µg/l
WV Süderdithmarschen 0,04 µg/l
WV Treene 0,08 µg/l
WV Unteres Störgebiet 0,26 µg/l
WBV Föhr 0,06 µg/l

[Die Nachweisgrenze für Uran (U-238) gemessen nach DIN EN ISO 17294-2 E29 beträgt 0,01 µg/l]

Fazit:

Uran im Trinkwasser stellt in den Versorgungsgebieten der KOWA SH - Mitglieder, und darüber hinaus in ganz Schleswig-Holstein, für die Verbraucher kein Risiko dar! Die geologischen Verhältnisse im Land sind so, dass die Uran-Werte im Grundwasser um ein Vielfaches unterhalb des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung bzw. sogar unter der technischen Nachweisgrenze liegen. Für Schleswig-Holstein hat der Grenzwert für Uran daher keine Relevanz.

„Relevant ist der neue Grenzwert für Uran im Trinkwasser von 10 µg/l nur für wenige, meist kleine Trinkwassergewinnungsgebiete, in denen Uran in höheren Konzentrationen vorkommen kann.“ (Umweltbundesamt 2011)

Verfasser: Ernst Kern, Wasserverband Nord, 04.04.2012

Weitere Informationen als PDF-Datei:
  1. Uran (U) im Trinkwasser: Kurzbegründung des gesundheitlichen UBA-Leitwertes (10 µg/l U) und des Grenzwertes für säuglingsgeeignete abgepackte Wässer (2 µg/l U)
    Umweltbundesamt, 19. Mai 2009
  2. Untersuchungen zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser
    Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig- Holstein, April 2008

Kooperation der Wasserversorger 16.11.2011 10:08

WRIXUM/FÖHR
Zehn kommunale Wasserversorger haben sich zur Kooperation kommunaler Wasser- und Abwasserverbände Schleswig-Holsteins (KOWA SH) zusammen geschlossen: Es sind zehn Vertragspartner, die in sechs Kreisen des Landes - Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg und Steinburg - ansässig sind. Bei der Gründungsversammlung in Wrixum auf Föhr nutzten Verbandsvorsteher und Geschäftsführer die Möglichkeit zu einem Treffen und besserem Kennenlernen.
Bei der Gründungsversammlung wurde Dr. Hark Ketelsen, Geschäftsführer des WBV Föhr, zum Vorsitzenden der KOWA bestellt. Ihm zur Seite stehen Ernst Kern vom Wasserverband (WV) Nord in Oeversee und Volker Ahrens vom WV Krempermarsch in Horst.
"Die einzelnen Wasserverbände hatten schon immer losen Kontakt zueinander. Deshalb ist jetzt der Zusammenschluss nur eine logische Konsequenz, um den Austausch auf eine offizielle Ebene zu stellen", erläuterte Hark Ketelsen. Mit regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Projekten soll die
Gemeinschaft nun effektiver und konstruktiver werden, wobei keiner der Verbände seine Selbstständigkeit verliert.
Für die Zukunft sind nun unter anderem Leistungsvergleiche und gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen angedacht. Auch vom gemeinsamen Material-Einkauf verspricht sich der Vorsitzende der KOWA Preisvorteile für alle Verbände. Unser Ziel ist, sagte Ketelsen, so günstig wie möglich für die Kunden zu arbeiten und dabei nachhaltig mit dem Wasser umzugehen. Die neue Kooperation will auch ihre Interessen klar vertreten: Deshalb hat sie sich in einer Resolution an die Landesregierung gegen die unterirdische Verpressung von
Kohlendioxid ausgesprochen. Die KOWA ist ein offener Verbund, der weitere Mitstreiter aus der kommunalen Wasserwirtschaft ausdrücklich willkommen heißt. Dabei unterscheiden sich die kommunalen Verbände erheblich von privatrechtlichen Unternehmen.
Die kommunalen Versorger stellen durchaus ein Gewicht dar: Insgesamt 14 Wasserwerke versorgen rund 400 000 Menschen in 426 Gemeinden, wobei sie in 97 Gemeinden auch für die Abwasserbeseitigung zuständig sind. Rund 30,5 Millionen Kubikmeter Wasser fördern die Mitglieder die KOWA und sie verteilen es über eine Trinkwasser-Rohmetz von 7507 Kilometern Länge.

len


Kooperation vereinbart: Die Verbandsvertreter auf der Fähre durchs Wattenmeer.

len

Quelle: shz-Artikel vom 16.11.2011